Freitag, 10. März 2017

Blogparade von FYOUMONEY: "Mein Weg in die finanzielle Freiheit"

Es ist Blogparaden-Zeit! Pascal von FYOUMONEY hat dazu aufgerufen, über den eigenen Weg zur finanziellen Freiheit und das ganze Drumherum zu bloggen. Weil es seine Blogparade ist, werde ich mich auch grob an seine vorgegebenen Unter-Themen halten...

Startschuß / Motivation

Wer hier regelmäßig mitliest, hat sicher schon hier und da mitbekommen, dass meine Frau und ich selbständig sind. Als Selbständiger muss man ständig (finanzielle) Entscheidungen treffen. So kam es, dass wir 2013 / 2014 eine größere Investition im Geschäft planten. Hierbei tauchte die Frage auf, ob wir für die Investition einen Kredit aufnehmen oder versuchen sollten, das Geld selber aufzubringen. Im Business-Bereich sind Investitionskredite ja nichts ehrenrühriges, aber ein Kredit ist halt auch immer eine Schuld, eine Verbindlichkeit. Die Alternative war, unsere schon seit einigen Jahren besparten Lebens- und Rentenversicherungen zu verkaufen, bei denen wir ein zunehmend ungutes Gefühl hatten. Nicht etwa, weil die anbietende Firma unseriös war, sondern weil uns die völlig unverständlichen jährlichen Wasserstandsmeldungen (Garantiezins, Kapitalstock, Mindestausschüttung) immer seltsam und irdendwie unheilverkündend vorkamen. 

Also machte ich mich daran, zum Thema "Lebensversicherung verkaufen" zu recherchieren und interessanterweise war genau das unser Startpunkt. Denn: ich kenne zwar nicht mehr den genauen Suchverlauf bei Google von damals aber ziemlich schnell stieß ich auf Seiten / Blogs zum Thema "Aktiensparen" & Co. Ich weiß noch, dass einer der ersten Blogs, die ich abonnierte, der Goldene Adler (mittlerweile ziemlich ruhig dort) war, kurz darauf folgte der Couponschneider. Eine neue Welt tat sich für mich auf. Heute zählt mein RSS-Reader gut 40 Finanzblogs, die ich regelmäßig lese.

Zwar hatten wir auch zu diesem Zeitpunkt ein paar wenige Aktien. Das "Depot" war aber winzig und ohne jeden Plan zustandegekommen. Für uns stand jedenfalls fest, dass wir den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge ab sofort nicht mehr in fremde Hände legen wollten. Die Vorteile gegenüber den großen Versicherungsprodukten sehe ich in folgenden Punkten: 


  • 100%ige Transparenz: Ein Blick ins Depot (oder meine riesige Excel-Tabelle) sagt mir auf den Cent genau, was uns ggf. zur Verfügung steht. 
  • 100%ige Kostenkontrolle. Es gibt eine Provision beim Aktienkauf (bei uns 9,90€ pro Order von Consors). Die ist einmalig fällig und es gibt keine mir bisher bekannten folgenden oder laufenden Kosten darüber hinaus. In fast 20 Jahren Selbständigkeit habe ich übrigens gelernt, vor laufenden Kosten (und seien sie noch so gering) viel mehr Respekt zu haben, als vor Einmalkosten. Das ist der Grund, weshalb ETFs für uns nicht in Frage kommen.
  • 100%ige Liquidität (wenn es denn sein müsste). Das Aktiendepot ist unser Geld. Wenn es sein müsste, könnten wir innerhalb von 24h so viele Aktien in Bargeld verwandeln, wie wir für richtig halten. Keine Anträge, keine Wartezeiten. Ein Blick auf das Depot zeigt mir übrigens, dass ich es auch mit ca. 1/3 seines Wertes 'beleihen' könnte, was mir etwas unheimlich ist. D.h. ich könnte gegen Sollzinsen, einfach Geld herausziehen, ohne Aktien zu verkaufen. Wer's braucht!

Was sind die eigenen Ziele?

Noch mal 19 sein und das Wissen von heute haben! Irgendjemand hat mal sinngemäß gesagt, dass immer diejenigen jung sind, die es nicht verdienen. Zumindest würde ich meinem 19jährigen Ich gerne ein paar Tipps gegeben haben...

Es ist wie es ist und eine Sache ist klar: wir gehören nicht zu den Kandidaten, die ihren Depotaufbau noch so hinkriegen können, dass sie deutlich vor dem Rentenalter mit dem arbeiten aufhören können. Da ich nicht wehleidig bin und gerne arbeite, macht mir das nichts aus. Wir haben etwas zu spät angefangen, standen dafür aber finanziell so da, dass wir etwa mehr Gas geben können als z.B. Berufsanfänger. Dafür haben wir Kinder. 

Exkurs für die vielen Finanzblogger, die das nicht kennen: Kinder sind eigene Nachkommen, die aus der Verbindung von Frau und Mann entstehen. Sie kosten viel Geld, bereiten aber auch viel Freude!

Meine Excel-Tabelle habe ich schon vor einiger Zeit von "Vermögen" in "Familiendepot" umbenannt und hier seht ihr auch schon die Philosophie bzw. das Ziel. Das Depot soll kein Topf mit Geld drin sein, den wir jetzt auffüllen und ab dem Rentenalter wieder leeren. 

Wir betrachten das Depot als eine der Familie gehörende aus Geld bestehende Maschine, die wiederum den Zweck hat, Geld zu produzieren. 

Wie es später weitergeht, werden wir sehen. Es stellen sich Fragen:

  • Soll das Depot später mit den dann berufstätigen Kindern gemeinsam weiter bespart werden (höhere Investitionen senken die anteiligen Einmalkosten weiter)?
  • Wie erfolgt die Abgrenzung von wegen wem gehört was?
  • Was ist mit Entnahmen, Erbe usw.?

Wie gesagt: das sind Probleme von morgen. Ab einer gewissen Depotgröße wäre es vielleicht interessant, über eine Vermögens-GmbH oder sogar eine Stiftung nachzudenken, was die Erb-Geschichten beenden würde... 

Unser Depot soll einfach immer weiter wachsen. Inwieweit es uns später mal die Arbeit ersparen kann? Wir können es heute nicht wissen. Zum Depot kommt übrigens noch eine eigene Immobilie (Zweifamilienhaus), die in überschaubarer Zeit abbezahlt sein wird. Es wird also in ferner Zukunft mal eine Mischform von Dividendenverzehr und Mieteinnahmen geben. Das Immobilienthema hänge ich nicht so hoch. Ja - auch ich habe meinen Alex Fischer gelesen und gehört. Ich mag ihn sogar, obwohl ich ihn gar nicht kenne. Eine eigene Immobilie über das eigene 2FH hinaus haben wir aber hintenan gestellt. Da hoffe ich, mit unseren REITs gleichen Ertrag bei viel weniger Arbeit und Risiko zu haben.



Die Zukunft: finanziell frei und rosig! (?)  Bild: privat


Vermögensaufbau im Alltag

Konkret besteht unser Vermögensaufbau aus sehr langweiligem monatlichen Aktiensparen. Es gibt einen Mindestbetrag, den wir aufbringen. Dieser Betrag wird dann um die seit dem letzten Aktienkauf eingegangenen Dividenden erhöht, die sich auf dem Girokonto von Consors angesammelt haben (immer ganz am Ende des jeweiligen Blog-Eintrags zu sehen!). Zusammen nutzen wir dadurch den Zinseszins-Effekt. Die bisherig Re-Investitionsquote beträgt 100%, es wurden also noch nie Dividenden entnommen. Hinzu kommen gelegentliche Extra-Käufe wie zuletzt Omega Healthcare aufgrund der ausgezahlten Versicherung.

Das ist alles! Es gibt nur ein Depot. Differenzieren und analysieren kann ich in der parallel geführten Excel-Tabelle.

Wir leben auf dem Land, haben zwei Kinder und kommen nicht drum herum, zwei PKW zu unterhalten. Damit fallen bereits viele super-power-frugalistische Sparmöglichkeiten weg. Trotzdem leben wir grundsätzlich sparsam. Vorteil am selbständig sein: man verpulvert nie sein Geld bei ständigen überflüssigen Urlaubsreisen. Es fehlt einfach die Zeit.  Unsere New York-Reise 2015 war seinerzeit die erste echte Urlaubsreise nach gut 18 Jahren. 


Welche Freiheiten gibt es schon jetzt? 


Unser bisher aufgebautes Depot (plus Immobilie) bietet uns vor allem eine gewisse Gelassenheit. Im Gegensatz zu Lebensversicherungsbesitzern wissen wir relativ genau, was wir haben. Für mich persönlich kommt der Genuss dazu, eingegangene Dividendenzahlungen in die Excel-Tabelle einzuarbeiten. Meine Frau kann solchen Tätigkeiten seltsamerweise gar nichts abgewinnen...

Zuletzt der größte jetzige 'Nutzen': die Weitergabe des Wissens an die Kinder. Immer freitags bringt der Papa die Kurse der Kinder-Aktien mit nach Hause. Dann werden Buntstift und Lineal gezückt und der Chart weitergemalt. Die Wochenverliererin wird natürlich von der Kursgewinnlerin angemessen verhöhnt.

Meinem 19jährigen Ich kann ich keine Tipps mehr geben aber meinen viel jüngeren Töchtern schon - und das ist doch was!

Donnerstag, 2. März 2017

Neu im Depot Aktie Nr. 41: Omega Healthcare (Extrakauf)

Versicherungen sind doch was wunderbares! Dem Verkäufer bescheren sie eine Provision und dem Versicherungskonzern auf Jahre eine kalkulierbare Einnahme. 

Auch in meinem Leben gab es eine Phase, in der ich Versicherungen recht bedenkenlos abschloß. Vom Makler wurde man gelobt, weil man etwas für die Zukunft tat, von Freunden und Familie wurden (und werden teilweise noch heute) Versicherungen insgesamt unkritisch gesehen. Und so schloß ich vor ziemlich genau 25 Jahren eine kleine Versicherung bei einem Schulkameraden und Freund ab, mit der auf irgendwas hingespart werden sollte - mir ist entfallen, was es eigentlich war. 

REITs ermöglichen ein Investment in Immobilien ohne Klumpenbildung aber mit teilweise üppigen Dividenden! Bild: privat

Da die Besparung des Vertrags nur vierteljährlich erfolgte, geriet die Versicherung im Laufe der Jahre immer mehr in den Hintergrund, fast in die Vergessenheit. Mittlerweile stehe ich fast jeglicher Versicherung kritisch gegenüber und wir haben nur noch die für uns ganz wichtigen: Haftpflicht (privat + Firma), Wohngebäude, Kfz-Haftpflicht. Dann hört es auch schon fast auf. Den jährlichen Aufstellungen per Post konnte ich auch entnehmen, dass über das Ansparen hinaus nicht viel per Verzinsung hinzugegekommen war. Das muss dann wohl irgendwo beim Versicherer versickert sein... 

Was blieb, war ein trotzdem nicht unbeträchtlicher Betrag, der in diesen Tagen zur Auszahlung anstand und das hat uns sehr gefreut. Ein Teil des Geldes stockt unsere normale private Bar-Rücklage weiter auf. Der andere Teil geht in einen Extra-Kauf, quasi jetzt schon der 13. Kauf des Jahres 2017 über die geplanten 12 monatlichen Käufe hinaus.

Getroffen hat es Omega Healthcare. Hierbei handelt es sich um ein Spezial-REIT aus dem Bereich Gesundheits- und Altenpflege. Sehr unsexy, aber offenbar relativ einträglich.

Zuletzt wurden die Dividendenzahlungen 15 Jahre in Folge gesteigert und obwohl natürlich das heutige politische Umfeld ein gewisses Risiko birgt, gehe ich mal davon aus, dass der Bedarf der gebotenen Dienstleistungen bleiben und sogar mit der Zeit eher ansteigen wird.

 

Kauf: Omega Healthcare
Aktien-Typ: Dividendensteigerung



Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found, Gladstone Capital, HCP, Prospect Capital, SandRidge Permian Trust und   Wells Fargo


Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Samstag, 25. Februar 2017

Gehen Sie weiter - es gibt nichts zu sehen am Markt!

Februar 2017. Der DAX lungert mal wieder vor der 12000er Marke herum. Wohin wird er sich wenden? Was machen die Märkte? Soll ich noch weiter investieren oder sind die Preise zu hoch? Lieber Cash ansammeln für den nächsten Rücksetzer, der so sicher kommt, wie das Amen in der Kirche? Vielleicht sogar grundsätzlich den Börsen fern bleiben, weil ja ganz bestimmt irgendwann der nächste Crash kommt?

Viele Anleger sitzen auf Cash und warten ab

Die Unsicherheit ist offenbar groß. Hier ein paar Zitate von heute aus einer Facebook-Gruppe, die sich mit Aktien befasst:


"Ich kaufe durch die starken Kursanstiege schon länger nichts mehr."

"Hab kein Jucken, wenn an der Tanke ein Liter Diesel 1.50€ kostet. Hab genauso kein jucken, wenn der DAX bei 12.000 notiert."

"Wie unterdrückst du das jucken, nicht doch auf den Zug zu springen. Ich mach es Grad auch so ( nur Sparpläne) hab mir den Trump effektiv anders vorgestellt. Aber meine Willenskraft wird schwächer."

Wr lernen also, dass es einige Willenskraft kostet, an der Börse KEIN Geld zu verdienen.Wenn die Lage unsicher und die Zukunft nicht zu erahnen ist, dann hilft vielleicht ein Blick in die Vergangenheit. Seit Januar 2014 investieren wir regelmäßig in Aktien.  Weil ich ein ordentlicher Mensch bin, habe ich zu jedem Kauf den aktuellen Stand des DAX notiert und das ergibt dann bis heute folgendes Bild: 

Kaufzeitpunkte unserer Aktien mit jeweiligem DAX-Stand  Bild: privat
Wie wir sehen, sehen wir nichts!

2014
Eine komplette Seitwärtsbewegung. Die Käufe erfolgten zu recht ähnlichen DAX-Ständen.

2015
Ein starker Anstieg, der am Ende wieder fast am Ausgangspunkt landete.

2016
Es ging stetig bergauf, um ab November in der Trump-Rallye zu eskalieren.

Zwischen 9000 und 12000 Punkten war in den mehr als drei Jahren alles mal dabei. Es gibt nicht wirklich ein System. Der DAX ist zwar nicht DER aussagekräftigste Index aber er bildet die Märkte leidlich ab und lässt mich ein paar Lehren ziehen.
  • Der Verlauf des Marktes lässt sich nicht vorhersagen
  • Für langfristige Anleger bringt Market-Timing nichts
  • Cash aufbauen heißt Kurssteigerungen und Dividenden verschenken
Was hat man jetzt davon gehabt, wenn es einen "nicht gejuckt" hat? Gar nichts. Wer kein Wahrsager ist, für den geht es eben NICHT um die Frage, WANN er investiert, sondern nur darum, OB er investiert

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Neu im Depot Aktie Nr. 40: TICC

Damit auch im grauen Februar keine Langeweile aufkommt, investieren wir munter weiter und nehmen die vierzigste Aktie im Depot. TICC Capital Corp. ist ein klassischer BDC-Wert. Es wird in kleinere (bisher) nicht börsennotierte Firmen investiert, indem ihnen Geld für nötiges Wachstum oder Erhöhungen des Kapitalstocks etc. geliehen wird. 

Wie üblich schwört TICC hoch und heilig, dass die Investments zuvor durch das smarte Team auf Herz und Nieren geprüft wurden.


Wenn die Diversifikation schon im Investment steckt - mit BDCs ist man mittelbar in kleine, aufstrebende Firmen investiert, die häufig noch nicht selbst an der Börse notiert sind. Bild: privat



Die Dividendenrendite dürfte netto bei etwas über 10% liegen. Seit 2006 werden Dividenden bezahlt, was für eine High-Yield Aktie schon fast Aristokraten-Werte sind.

Kauf: TICC
Aktien-Typ: High Yield

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  AT&T,  Chimera Investment, Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found,  Gladstone Capital, KCAP,  Procter & Gamble, Prospect Capital, Scotiabank und Texas Instruments

Samstag, 21. Januar 2017

Neu im Depot: McDonalds

"Hey Kinder - wir fahren heute zu McDonalds!". Tosender Jubel. 

So ist es jedenfalls bei uns zu Hause. Ja, es ist ungesund. Ja, es ist teuer. Die Kinder lieben es aber. Wir gehen meistens zur 'Kinderstunde' hin, also am Sonntag ab ca. 18:00h. Da kann man dann Prägung live beobachten, denn es tummeln sich dort sehr viele Eltern mit ihrem Nachwuchs. 

Nur der Form halber merke ich an, dass es bei uns zu Hause ansonsten ausschließlich Rohkost gibt und die Kinder Nutella nur aus dem Fernsehen kennen.

Verpönt aber solide!  Bild:privat


Zur Aktie:

McDonalds erweitert unser Depot nun um den Bereich "Gastronomie", der bisher nicht vertreten war. Der 10-Jahres-Chart zeigt einen stetigen Anstieg der Aktie und das Geschäftsmodell ist solide und gut abgehangen mit immer neuen Chancen auf Wachstum. Sogar die Mega-Trends Gesundheit und Umweltschutz wurden in den letzten Jahren mit bedient (wenn auch die meisten Kunden keinen Salat bei McDonalds ordern und sich mit den Einkaufs- und Herstellungsvorgaben der Firma nicht befassen).  

Kauf: McDonalds
Aktien-Typ: BCDI

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien Altria, Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found, Gladstone Capital, GlaxoSmithKline, Imperial Tobacco, Lockheed Martin, Prospect Capital, Union Pacific und York Water

Montag, 9. Januar 2017

Business-Klodeckel der Woche #4 Ministerin Hendricks will Quote für Personalcomputer

In der FAZ von heute steht es schwarz auf weiß:

"Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in der Diskussion über den schleppenden Absatz von Personalcomputern eine Quote ins Spiel gebracht. Die PCs müssten „für Normalverdiener erschwinglich“ werden.(...)

Es sei „gut möglich, dass wir eine Quote für Personalcomputer brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren“, sagte die Ministerin der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montagausgaben). „Und das sage ich nicht als Umweltministerin, sondern als Sozialdemokratin, die die guten Arbeitsplätze in Deutschland erhalten möchte." 

Und weiter:

 "Personalcomputer sind in Deutschland nach wie vor Ladenhüter. Auch an der Kaufprämie für Personalcomputer gibt es ein halbes Jahr nach dem Start weiter kaum Interesse. Bis zum 1. Januar 2017 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lediglich 9023 Anträge auf eine Prämie gestellt. Davon waren rund 5100 Anträge für reine Personalcomputer und knapp 3900 für Laptops."

Das kommt euch unsinnig vor? Ist es auch und dazu noch falsch zitiert! Sorry, FAZ! Ersetzt bitte das Wort "Personalcomputer" durch "Elektroauto" und dann stimmt es wieder.

Der Staat will alles besser wissen.  Bild: privat


Ich bin alt genug, um mich gut an eine Welt ganz ohne Computer zu erinnern. Zuerst kamen die Großrechner bei Banken, Versicherungen usw. Später begann dann der Siegeszug der Heimcomputer und danach der PCs. Woran ich mich NICHT erinnern kann, ist eine staatliche Förderung von oder Subventionen für PCs. Offenbar gab es auch so ein Bedürfnis bei den Leuten danach und sie haben sich durchgesetzt, weil sie besser als ihre Vorgänger waren und nicht, weil der Staat ihren Kauf vorschreiben wollte.

Was treibt die SPD-Politikerin zu ihren Handlungen? Was steckt hinter den Eingriffen in den Markt, hinter der ständigen Bevormundung der Bürger? In der Kritik stand Barbara Hendricks aufgrund ihrer ideologisch motivierten Handlungen ja schon früher. Der unsinnige Dämm-Wahn wurde in den letzten Jahren immer ausufernder und interessanterweise hat Frau Hendricks ja ihr Privathaus am Niederrhein bei der Sanierung NICHT dämmen lassen

Es scheint eine Ur-Angst vor dem Markt und seinen Kräften zu sein, gepaart mit einem Misstrauen gegen den mündigen Bürger. Ich rede hier wohlgemerkt nicht vom sog. Manchester-Kapitalismus, sondern von der guten alten sozialen Marktwirtschaft.

Der Markt sorgt für gerechte Preise. Wenn man ihn lässt.

Der Markt sortiert nicht funktionierende Produkte und Ideen aus. Wenn man ihn lässt.

Der Markt optimiert Prozesse. Wenn man ihn lässt.

Von der Energiepreiswende bis zur "Euro-Rettung". Der Markt bleibt außen vor, als müsste man die Verbraucher und die beteiligten Marktteilnehmer (also z.B. Windkraftbetreiber oder Banker) vor ihm schützen.

Jetzt also soll auch der Deutschen liebstes Kind daran glauben. Eine Zwangsquote für Elektroautos wird angedacht. Viele Deutsche planen den Kauf eines Autos gewissenhafter, als den eines Eigenheims. Dass sich trotzdem fast alle gegen die Elektro-Droschken entscheiden - geschenkt! Sie wissen es halt nicht so gut, wie die SPD und Frau Hendricks. Ich persönlich glaube, dass sich am Schluss eher die Brennstoffzelle durchsetzen wird, weil sie von der Infrastruktur und den Abläufen her näher an Benzin-Fahrzeuge herankommt, aber wer bin ich schon. 

Dass der gute alte Markt das ganz alleine regeln könnte, interessiert offenbar nicht. Schon hört man auch, dass der Bund den Ausbau von Elektro-Ladestationen vorantreiben und fördern soll. Aha. War das damals bei ESSO und SHELL auch so? Waren das staatliche Tankstellen? Nein. Es waren die Ketten der Konzerne, die das Netz aufbauten und sie hatten offenbar ein finanzielles Interesse daran (Markt!!).  Der Staat hat dann bei der Benzinsteuer zugelangt aber bitte sehr.

Liebe Politiker, es nervt langsam! Ich will diesen Über-Staat nicht. 

Mehr Eigenverantwortung, weniger Ideologie - wie wäre das?



Donnerstag, 22. Dezember 2016

Kindische Investments #2

Gerade eben noch vor Weihnachten erfolgte nunmehr das zweite Kinder-Investment und der zwölfte Kauf in 2016. Tochter 2 hatte sich für Coca Cola entschieden.

Kinder interessieren sich durchaus für den Umgang mit Geld!  Bild: privat
Mit Dividendenzahlungen seit 1920 und Erhöhung der Dividende seit mehr als 50 Jahren ist Coca Cola schon fast das Klischee eines Dividendenaristokraten. Es sollte also nicht allzu viel schief gehen mit diesem Investment.

Kauf: Coca Cola
Aktien-Typ: Sonstige 

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  Awilco Drilling