Mittwoch, 24. August 2016

Neu im Depot: Diageo

Der Kauf-Reigen geht zügig weiter. Diesmal wieder ein neues Geschäftsfeld: Getränke. Diageo ist ein in Großbritannien ansässiger Konzern, der in erster Linie alkoholische Getränke vertreibt - die bekannteste Marke dabei könnte Johnnie Walker sein. Durch weltweit gefragte Marken und darüber hinaus durch Beteiligungen (u.a. Moet Hennesy) ist die Firma sehr breit aufgestellt.

Bild: privat


Die BCDI-Titel (hier ein Toller Blog-Artikel vom Dividenden-Sammler) machen uns bisher viel Freude im Portfolio. Sie sind unser einziger Investment-Typ, bei dem noch nie ein Wert im Minus lag! Nach Altria, BAT und Nestle ist Diageo unser vierter BCDI-Wert und wir haben das Zertifikat damit fast zur Hälfte selber abgebildet. 

Kauf: Diageo

Aktien-Typ: BCDI

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien HCP, und Prospect Capital

Montag, 15. August 2016

Business-Klodeckel der Woche #3 - Sorry, schon wieder Sigmar Gabriel

Für meine kleine Reihe der Business-Klodeckel hatte ich mir von Anfang an vorgenommen, nie aktiv nach Themen zu suchen. Ich war mir sicher, dass mich das jeweils 'nötige' Thema geradezu anspringen würde.

Und jetzt ist es wieder passiert, dass mich der unsägliche "Wirtschaftsminister" Sigmar Gabriel aus den Schlagzeilen heraus anspringt

Was hat er sich denn diesmal nur ausgedacht? Es ist...Trommelwirbel...eine Steuererhöhung!

Siggi Pop kann es einfach nicht lassen!  Bild:privat


Aber nicht eine gewöhnliche wie z.B. eine Erhöhung der Einkommensteuer o.ä. Nein! Die Spritsteuer soll erhöht werden. Dann nämlich, wenn der Nettopreis für Kraftstoff sinkt. Eine Art Flat-Preis für Benzin. Andere würden sagen: Planwirtschaft. Es handelt sich um eine Art negative Subvention. Werden andere Produkte künstlich billig gehalten, so soll der Kraftstoff künstlich verteuert werden damit...

Ja - wozu eigentlich? Hier kommen jetzt Ideologie und Planwirtschaft ins Spiel. 

Ideologie
Benzinkutschen sind böse, so der linke Minister - der eigene bullige Dienstwagen mal ausgenommen. Und weil das dumme Volk den im Rahmen der Energiepreiswende eingeschlagenen Weg von selber nicht mitmachen will, muss nachgeholfen werden. Wenn dann noch heere Ziele vorgbracht werden (in dem verlinkten Artikel wird natürlich vom Weltklima gefaselt), sollte der mündige Bürger endgültig misstrauisch werden.

Planwirtschaft
Vorbei die Zeiten, wo eine App den Weg zur günstigsten Tankstelle wies. In bester sozialistischer Manier sollen alle per überhöhtem Spritpreis gleich arm gemacht werden. Warum haben sich PCs durchgesetzt? Weil Rechenschieber künstlich teuer gemacht wurden? Oder weil sie einfach besser waren?
Es ist kein gutes Zeichen, wenn der Wirtschaftsminister einer immer noch wichtigen Industrienation wenig bis gar kein Vertrauen in die Marktmechanismen hat.

In die Bundesregierung passt er mit seinem Dirigismus und der Staatsgläubigkeit allemal aber taugt er wirklich etwas in seinem Amt?

Dienstag, 9. August 2016

Neu im Depot: York Water [Dividendenzahler seit 100 Jahren]

Der Sommer der Diversifikation hat begonnen! Da wir in Einzelaktien investieren, ist eine gewisse Breite in der Branchenauswahl nicht verkehrt.

York Water ist nun unser erster Wasserversorger. Die Firma ist in Pennsylvania tätig und befasst sich (wer hätte es gedacht) mit der Förderung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser. Neben Brunnen dienen vor allem zwei durch York Water bewirtschaftete Stauseen als Wasserreservoir.

Bild: privat


Übrigens zahlt York Water nun schon seit genau 100 Jahren eine Dividende und darf sich also mit Fug und Recht Dividendenaristokrat nennen

Im August wird es voraussichtlich noch ein weiteres Investment geben, damit wir die Lücke aus dem Frühjahr aufholen und insgesamt auf 12 Käufe in 2016 kommen werden. 

Kauf: York Water
Aktien-Typ: Dividendenaristokrat

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  AT&T, Bank of Nova Scotia, CEZ, Chimera Investment, KCAP,   und Prospect Capital

Donnerstag, 21. Juli 2016

Neu im Depot: Delaware Enhanced Global Dividend & Income Fund (Monatszahler)

Nach einer kleinen Pause bei den Investments geht es heute wieder weiter, und zwar mit einem High-Yield-Wert. Delaware (Ticker-Symbol: DEX) ist ein geschlossener Investment-Fonds, dessen Anteile an der NYSE gehandelt werden. Das Portfolio ist relativ gemischt (US, Nicht-US, Schwellenländer) und enthält neben Aktien auch Staats- und Unternehmensanleihen. Die Anlagestrategie ist lt. Auskunft von DEX in erster Linie auf Ertrag und in zweiter Linie auf Wachstum angelegt.

Bild: privat


Nach Prospect Capital ist DEX unser zweiter Monatszahler. Ausfälle gab es bei Prospect Capital noch nie und so hoffen wir auch beim neuen Wert auf einen konstanten Dividendenfluss.

Kauf:  Delaware Enhanced Global Dividend & Income Fund
Aktien-Typ: High Yield

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien Allianz, Altria, AT&T, Awilco Drilling, Bank of Nova Scotia, British American Tobacco, Chimera Investment, Deutsche Telekom, EON, GlaxoSmithKline, HCP, Imperial Tobacco, KCAP, Lockheed Martin, Munich Re, Prospect Capital, SandRidge Permian Trust, Scotiabank, Union Pacific, Volkswagen, Wells Fargo.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Mein Abschied von der Tagesschau

Über Jahrzehnte waren wir gute Freunde - die Tagesschau und ich.

Jetzt trennen wir uns und das hat Gründe.

Vielleicht wird man ab einem bestimmten Alter empfindlicher oder sieht die Dinge anders - ich weiß es nicht. Fakt ist, dass ich wie viele andere mit der Tagesschau als Institution groß geworden bin. 20:00h - ein fixer Termin im Tagesablauf, wenn nichts dazwischenkommt. Seitdem wir vor ein paar Jahren einen Festplattenrekorder angeschafft haben, konnte man die Tagesschau auch nicht mehr verpassen. Die Kinder geben erst um 20:30h Ruhe? Egal - wir starten die Aufnahme später. Heute denke ich, dass mein Abschied von der Tagesschau vielleicht genau mit diesem Rekorder angefangen hat.

Ab sofort: permanente Sendepause  Bild: privat


Andrea Nahles verkündet neue Anschuldigungen gegen Arbeitgeber und fordert noch mehr Geld für Sozialtöpfe? Weggespult!

Barbara Hendricks erklärt mit Tränen in den Augen, jetzt werde man den Klimawandel aufhalten? Fast forward!

Vom Hofreiter-Toni bis zur Truppen-Ursel - das Panoptikum der offenbar nur aufgrund des Peter Prinzips auf ihre Posten geratenen Politikdarsteller war mir plötzlich per Vorspultaste hilflos ausgeliefert und so wurde die Tagesschau irgendwie immer kürzer. Wenn es später geworden war oder die Familie den Fernseher für wichtigere Dinge wie Pokemon oder die Kochprofis benötigte, konnte ich Linda Zervakis oder Jens Riewa auch schonmal auf 4 Minuten zusammenschrumpfen ohne das Gefühl zu haben, etwas wichtiges zu verpassen.

Drehstuhlpiloten und Politikdarsteller werden weggespult.

Neben dem vorgezeigten Polit-Personal störte mich mit den Jahren aber auch die eigene redaktionelle Arbeit der Tagesschau. Das ewige ungeprüfte Verkünden von Regierungspositionen offenbar ohne echte journalistische Recherche nervte extrem.

Die Staatsschulden- und Rechtsbruch-Krise wurde und wird weiter konsequent als "Euro-Krise" bezeichnet. Der durch nichts bewiesene und nicht beweisbare "menschengemachte Klimawandel" wird als Fakt genommen und regelmäßig dürfen "Wissenschaftler" vom nicht unabhängigen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung per Kommentar ihre eigenen Arbeitsplätze sichern. Von der "Flüchtlingskrise", die ja in Wirklichkeit eine Krise der permanenten geduldeten illegalen, unkontrollierten Einwanderung ist oder der einseitig kritischen Israelberichterstattung gar nicht gesprochen. Doppelt ärgerlich wird diese stümperhafte journalistische Arbeit vor dem Hintergrund der Milliarden, die wir Zwangsgebührenzahler an die ARD abdrücken.

Von der Informationsikone zum Staatsfunk

Und so hatte ich immer mehr das Gefühl, eine Art Staats- oder Regierungsfernsehen zu verfolgen. Als Sahnehäuptchen gibt es noch die Verkündung der Lottozahlen und je nach Saison eine viel zu lange Berichterstattung über den langweiligsten Sport der Welt aka Fussball.

Meine Zeit ist mir zu schade für diese Pseudo-Informationen, die keine sind. Selbst wenn ich die Tagesschau vielleicht nur an 250 von 365 Tagen pro Jahr geschaut habe - das macht gut 63 Stunden und die kann ich mit sinnvolleren Sachen verbringen.

Jetzt ist Sendeschluss!

Montag, 27. Juni 2016

Business-Klodeckel der Woche #2 - Sigmar Gabriel beschimpft Aktionäre

Rest-SPD im Panik-Modus

Auf einer Progamm-Tagung in Bonn suchte die ehemalige Volkspartei offenbar nach neuen Feindbildern, damit bei den nächsten Wahlen auch garantiert die 5%-Hürde ins Visier genommen werden kann.


Es könne nicht sein, dass "jemand, der auf dem Sofa liegt und Aktien hat, weniger Steuern zahlt als einer, der jeden Tag arbeiten geht" wird der SPD-Vorsitzende heute in der Print-Ausgabe der Rheinischen Post zitiert. Das muss man erst Mal sacken lassen.

Hintergrund dieser Äußerung war die schon vor einiger Zeit durch Wolfgang Schäuble angedrohte Abschaffung der Abgeltungssteuer. Zukünftig sollen Dividendeneinnahmen und Gewinne aus Aktienverkäufen nicht mehr mit den 25% der Abgeltungssteuer, sondern mit dem persönlichen jeweiligen Steuersatz belegt werden. Darüber kann man nun trefflich streiten (Doppelbesteuerung, Gerechtigkeit usw.) aber darum geht es mir hier nicht.

Krudes Weltbild eines Vollversorgten

Gabriels Äußerung zeigt vielmehr, wie jemand, der niemals selber in privatwirtschaftlichen Verhältnissen stand bzw. beschäftigt war, sich "den Aktionär" so vorstellt. Müßig auf dem Sofa liegt er also, der Aktionär. Ein Bonze, mindestens aber ein Privatier ist er, der andere für sich arbeiten lässt und so 'unverdient' nebenbei auch noch Geld scheffelt.

Dass seine Äußerung auch tausende Kleinaktionäre aus allen sozialen Schichten und Milieus beleidigt, scheint sich Gabriel nicht zu erschließen. Und gegen die ging es. Denn: die wirklich Reichen kann er nicht gemeint haben. Wer wirklich viel Geld hat, dem kann es 

a) egal sein, ob 25% oder 40% von seinem Gewinn abgehen - es bleibt ein immer noch großer Gewinn übrig und

 b) hat man ab gewissen Vermögensverhältnissen ganz andere Möglichkeiten als Normalverdiener, um der Steuer zumindest bis zu einem gewissen Grade auszuweichen oder sie sogar ganz zu vermeiden.

Amtlich und halbamtlich verzapfter Unsinn bitte hier hinein!  Bild: privat


Der Normalbürger als Feind

Der Feind ist also hier der normale Aktienbesitzer. Wer wie Gabriel in seinem gesamten Leben vom Staat versorgt wurde, für den ist es offenbar ganz undenkbar, dass es Menschen gibt, die jenseits von gesetzlicher Rente, Riester und Lebensversicherung nach Wegen suchen, im Alter noch genug Geld zum Leben zu haben.

Dass es die biederen Aktiensparer über die immer weiter wachsenden Abgaben an den immer gieriger werdenden Staat hinaus schaffen, Geld für Firmenanteile aufzubringen ist da noch ein kleines Wunder obendrauf. Und diese Menschen liegen natürlich mitnichten auf dem Sofa rum, nein sie stehen morgens auf, versorgen ihre Kinder und machen sich dann auf den Weg zur Arbeit. Mit dem erarbeiteten Geld gehen sie danach ins Risiko und stellen der Wirtschaft dringend benötigte Liquidität zur Verfügung. 

Die Gründe für dieses Verhalten liegen ironischerweise wiederum in der Politik von Menschen wie Sigmar Gabriel, denn es waren Politiker, die dafür sorgten, dass die gesetzliche Rente auf lange Sicht immer geringer ausfallen wird, dass Riester-Verträge zumeist unrentable bürokratische Monster sind und dass die Lebensversicherer mit ihrem Zwang zur Investition in mittlerweile fast renditelose Staatsanleihen ihr Geschäftsmodell verloren haben.

Aber wer wie Gabriel, Andra Nahles usw. schon jetzt auf Steuerzahlerkosten ausgesorgt hat, dem kann das eigene Geschwätz doch herzlich egal sein. Ausbaden und bezahlen dürfen die Sache wir, die Steuerzahler und Aktionäre. 

Archiv:
Business-Klodeckel der Woche #1 - Familie Rockefeller wird moralisch

Freitag, 24. Juni 2016

#brexit - Glückwunsch nach Großbritannien

Jetzt ist es geschehen: eine Mehrheit stimmte für den Brexit und zeigte mal wieder den großen Unterschied zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung auf. Die Börsen fahren wie erwartet Achterbahn und was die Zukunft bringt, weiß niemand.

Was mir in den letzten Wochen jedoch auffiel, das war die unglaublich tendenziöse Berichterstattung in den deutschen Medien, egal ob TV, Print oder Radio, egal ob GEZ-Funk oder private. 

Die Welt geht nicht unter und Europa verschwindet nicht. Bild:privat


Deutsche Journalisten haben vergessen, was ihren Job ausmacht (recherchieren und berichten) und schaffen es nicht, zwischen Bericht und Kommentar zu trennen. Mit unsäglicher Arroganz wurde dem deutschen Zuschauer die 'richtige' Alternative (bleiben) in den Schädel gehämmert. Brexit-Befürworter wurden als Sonderlinge, Lügner, "Rechte" oder Feinde "Europas" ausgemacht. Übrigens stellt ja auch die Trennung zwischen der EU und Europa nicht nur für Journalisten, sondern auch für viele deutsche Politiker einen intelektuell nicht zu bewältigenden Kraftakt dar. Wohltuend nüchtern dagegen die Berichterstattung in britischen und US-Medien.

Noch als ich gestern gegen 0:00h ins Bett ging war Claus Kleber im ZDF  'siegesgewiß' und dem Gebührenzahler gegenüber so besserwisserisch und herablassend wie immer eingestellt. Auch auf N24 wurde noch schnell irgendeine Umfrage von YouGov präsentiert, die die Befürworter des "Bleiben" so weit vorne sah wie es nachher die "Exit"-Leute waren.

Um es klar zu machen: die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Brexits sind zu komplex, als dass man sie jetzt abschätzen könnte. In der Attitüde der deutschen Medien steckte in den letzten Wochen aber eine unsägliche Hochnäsigkeit dem gemeinen (britischen) Volk gegenüber. Ob sich die Damen und Herren eigentlich auch bewusst waren, dass sie mit jedem Horror-Szenario über den Brexit auch gleich Länder wie die Schweiz beleidigten? Ein Land, dass wirtschaftlich weltweit fast beispiellos gut dasteht und noch nie mehr als unbedingt nötig mit der EU zu tun haben wollte?

Das Volk (darf man das eigentlich noch sagen!?) hat entschieden und ich beneide die Briten um diese Möglichkeit. Über den Sinn der EU kann man trefflich streiten aber eins ist klar: ich will nicht, das Menschen wie Jean-Claude Juncker, Martin Schulz oder Ska Keller Macht über mein Leben haben und die Briten haben dieses Ziel bald schon erreicht.