Dienstag, 27. September 2016

Neu im Depot: BHP Billiton

Die Börsen weltweit sind nun schon seit mehreren Jahren stark durch die Notenbanken (vor allem FED und EZB) beeinflusst, die durch ihre Niedrig- bzw. Nullzins-Politik für eine Art unnatürlich hohe Liquidität im Markt sorgen. Wer will und wer darf (viele Versicherungskonzerne z.B. dürfen nur begrenzt), investiert in Aktien, denn die werfen noch eine gewisse Rendite ab.

Trotzdem geht es so manchen AGs nicht gut. Die Ölförderer z.B. leiden unter einem großen Überangebot. Auch die Reedereien klagen, denn die Auftragslage ist bei der mauen Weltwirtschaft eher bescheiden. Zuletzt kam es sogar zur Pleite einer der größten Reedereien.

Wer auch nichts zu lachen hat, das sind die großen Rohstoff-Förderer. Neben Rio Tinto wäre da vor allem BHP-Billiton zu nennen. Der Konzern fördert quasi alles, was man gegen Geld aus der Erde holen kann und unterhält Förder- und Produktionsstätten weltweit. Es gibt einen britischen und einen australischen Firmenzweig (wir kaufen den britischen).

Zuletzt ist es wie gesagt nicht gut gelaufen. Das letzte Geschäftsjahr brachte einen hohen Verlust und dazu kam noch die von BHP verschuldete Umweltkatastrophe in Brasilien, die hohe Folgekosten nach sich zieht und großes Leid über eine ganze Region dort brachte. Im Januar notierte die Aktie beim Elf-Jahres Tief und prompt gab es eine kräftige Senkung der Dividende.

Bild: privat


Oder anders gesagt: es ist Zeit, die Aktie von BHP Billiton zu kaufen. 

Ich betrachte BHP als Turnaround-Titel, dem man einfach Zeit geben kann. Das Geschäftsmodell ist grundsätzlich solide und wie das bei Rohstoffen so ist: man kann sie nur schwer ersetzen und neue Player wird es kaum am Markt geben in den nächsten Jahren.    

Kauf: BHP Billiton

Aktien-Typ: Turnaround

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  Awilco Drilling, Lockheed Martin und Prospect Capital,

Mittwoch, 7. September 2016

Neu im Depot: Gladstone Capital (Monatszahler)

Kauf Nr. 7 in 2016. Im High Yield Bereich gibt es ja nicht SO viel zum diversifizieren, also eine weitere Business Development Company (BDC): Gladstone Capital. 

Nach dem starken Rücksetzer im Januar ist die Aktie schon wieder ganz gut gelaufen. Da unser Anlagehorizont aber bekanntlich "vererben" ist, relativiert sich der momentane Kaufkurs mit der Zeit fast zur Bedeutungslosigkeit, zumal es sich hier eher um einen Dividenden-Titel handelt.

Bild: privat


Die Hintergründe zur Aktie könnte ich wie so oft nicht besser als der fabelhafte Michael C. Kissig erläutern

Kauf: Gladstone Capital
Aktien-Typ: High Yield

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found, SandRidge Permian Trust und Wells Fargo

Mittwoch, 24. August 2016

Neu im Depot: Diageo

Der Kauf-Reigen geht zügig weiter. Diesmal wieder ein neues Geschäftsfeld: Getränke. Diageo ist ein in Großbritannien ansässiger Konzern, der in erster Linie alkoholische Getränke vertreibt - die bekannteste Marke dabei könnte Johnnie Walker sein. Durch weltweit gefragte Marken und darüber hinaus durch Beteiligungen (u.a. Moet Hennesy) ist die Firma sehr breit aufgestellt.

Bild: privat


Die BCDI-Titel (hier ein Toller Blog-Artikel vom Dividenden-Sammler) machen uns bisher viel Freude im Portfolio. Sie sind unser einziger Investment-Typ, bei dem noch nie ein Wert im Minus lag! Nach Altria, BAT und Nestle ist Diageo unser vierter BCDI-Wert und wir haben das Zertifikat damit fast zur Hälfte selber abgebildet. 

Kauf: Diageo

Aktien-Typ: BCDI

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien HCP, und Prospect Capital

Montag, 15. August 2016

Business-Klodeckel der Woche #3 - Sorry, schon wieder Sigmar Gabriel

Für meine kleine Reihe der Business-Klodeckel hatte ich mir von Anfang an vorgenommen, nie aktiv nach Themen zu suchen. Ich war mir sicher, dass mich das jeweils 'nötige' Thema geradezu anspringen würde.

Und jetzt ist es wieder passiert, dass mich der unsägliche "Wirtschaftsminister" Sigmar Gabriel aus den Schlagzeilen heraus anspringt

Was hat er sich denn diesmal nur ausgedacht? Es ist...Trommelwirbel...eine Steuererhöhung!

Siggi Pop kann es einfach nicht lassen!  Bild:privat


Aber nicht eine gewöhnliche wie z.B. eine Erhöhung der Einkommensteuer o.ä. Nein! Die Spritsteuer soll erhöht werden. Dann nämlich, wenn der Nettopreis für Kraftstoff sinkt. Eine Art Flat-Preis für Benzin. Andere würden sagen: Planwirtschaft. Es handelt sich um eine Art negative Subvention. Werden andere Produkte künstlich billig gehalten, so soll der Kraftstoff künstlich verteuert werden damit...

Ja - wozu eigentlich? Hier kommen jetzt Ideologie und Planwirtschaft ins Spiel. 

Ideologie
Benzinkutschen sind böse, so der linke Minister - der eigene bullige Dienstwagen mal ausgenommen. Und weil das dumme Volk den im Rahmen der Energiepreiswende eingeschlagenen Weg von selber nicht mitmachen will, muss nachgeholfen werden. Wenn dann noch heere Ziele vorgbracht werden (in dem verlinkten Artikel wird natürlich vom Weltklima gefaselt), sollte der mündige Bürger endgültig misstrauisch werden.

Planwirtschaft
Vorbei die Zeiten, wo eine App den Weg zur günstigsten Tankstelle wies. In bester sozialistischer Manier sollen alle per überhöhtem Spritpreis gleich arm gemacht werden. Warum haben sich PCs durchgesetzt? Weil Rechenschieber künstlich teuer gemacht wurden? Oder weil sie einfach besser waren?
Es ist kein gutes Zeichen, wenn der Wirtschaftsminister einer immer noch wichtigen Industrienation wenig bis gar kein Vertrauen in die Marktmechanismen hat.

In die Bundesregierung passt er mit seinem Dirigismus und der Staatsgläubigkeit allemal aber taugt er wirklich etwas in seinem Amt?

Dienstag, 9. August 2016

Neu im Depot: York Water [Dividendenzahler seit 100 Jahren]

Der Sommer der Diversifikation hat begonnen! Da wir in Einzelaktien investieren, ist eine gewisse Breite in der Branchenauswahl nicht verkehrt.

York Water ist nun unser erster Wasserversorger. Die Firma ist in Pennsylvania tätig und befasst sich (wer hätte es gedacht) mit der Förderung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser. Neben Brunnen dienen vor allem zwei durch York Water bewirtschaftete Stauseen als Wasserreservoir.

Bild: privat


Übrigens zahlt York Water nun schon seit genau 100 Jahren eine Dividende und darf sich also mit Fug und Recht Dividendenaristokrat nennen

Im August wird es voraussichtlich noch ein weiteres Investment geben, damit wir die Lücke aus dem Frühjahr aufholen und insgesamt auf 12 Käufe in 2016 kommen werden. 

Kauf: York Water
Aktien-Typ: Dividendenaristokrat

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  AT&T, Bank of Nova Scotia, CEZ, Chimera Investment, KCAP,   und Prospect Capital

Donnerstag, 21. Juli 2016

Neu im Depot: Delaware Enhanced Global Dividend & Income Fund (Monatszahler)

Nach einer kleinen Pause bei den Investments geht es heute wieder weiter, und zwar mit einem High-Yield-Wert. Delaware (Ticker-Symbol: DEX) ist ein geschlossener Investment-Fonds, dessen Anteile an der NYSE gehandelt werden. Das Portfolio ist relativ gemischt (US, Nicht-US, Schwellenländer) und enthält neben Aktien auch Staats- und Unternehmensanleihen. Die Anlagestrategie ist lt. Auskunft von DEX in erster Linie auf Ertrag und in zweiter Linie auf Wachstum angelegt.

Bild: privat


Nach Prospect Capital ist DEX unser zweiter Monatszahler. Ausfälle gab es bei Prospect Capital noch nie und so hoffen wir auch beim neuen Wert auf einen konstanten Dividendenfluss.

Kauf:  Delaware Enhanced Global Dividend & Income Fund
Aktien-Typ: High Yield

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien Allianz, Altria, AT&T, Awilco Drilling, Bank of Nova Scotia, British American Tobacco, Chimera Investment, Deutsche Telekom, EON, GlaxoSmithKline, HCP, Imperial Tobacco, KCAP, Lockheed Martin, Munich Re, Prospect Capital, SandRidge Permian Trust, Scotiabank, Union Pacific, Volkswagen, Wells Fargo.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Mein Abschied von der Tagesschau

Über Jahrzehnte waren wir gute Freunde - die Tagesschau und ich.

Jetzt trennen wir uns und das hat Gründe.

Vielleicht wird man ab einem bestimmten Alter empfindlicher oder sieht die Dinge anders - ich weiß es nicht. Fakt ist, dass ich wie viele andere mit der Tagesschau als Institution groß geworden bin. 20:00h - ein fixer Termin im Tagesablauf, wenn nichts dazwischenkommt. Seitdem wir vor ein paar Jahren einen Festplattenrekorder angeschafft haben, konnte man die Tagesschau auch nicht mehr verpassen. Die Kinder geben erst um 20:30h Ruhe? Egal - wir starten die Aufnahme später. Heute denke ich, dass mein Abschied von der Tagesschau vielleicht genau mit diesem Rekorder angefangen hat.

Ab sofort: permanente Sendepause  Bild: privat


Andrea Nahles verkündet neue Anschuldigungen gegen Arbeitgeber und fordert noch mehr Geld für Sozialtöpfe? Weggespult!

Barbara Hendricks erklärt mit Tränen in den Augen, jetzt werde man den Klimawandel aufhalten? Fast forward!

Vom Hofreiter-Toni bis zur Truppen-Ursel - das Panoptikum der offenbar nur aufgrund des Peter Prinzips auf ihre Posten geratenen Politikdarsteller war mir plötzlich per Vorspultaste hilflos ausgeliefert und so wurde die Tagesschau irgendwie immer kürzer. Wenn es später geworden war oder die Familie den Fernseher für wichtigere Dinge wie Pokemon oder die Kochprofis benötigte, konnte ich Linda Zervakis oder Jens Riewa auch schonmal auf 4 Minuten zusammenschrumpfen ohne das Gefühl zu haben, etwas wichtiges zu verpassen.

Drehstuhlpiloten und Politikdarsteller werden weggespult.

Neben dem vorgezeigten Polit-Personal störte mich mit den Jahren aber auch die eigene redaktionelle Arbeit der Tagesschau. Das ewige ungeprüfte Verkünden von Regierungspositionen offenbar ohne echte journalistische Recherche nervte extrem.

Die Staatsschulden- und Rechtsbruch-Krise wurde und wird weiter konsequent als "Euro-Krise" bezeichnet. Der durch nichts bewiesene und nicht beweisbare "menschengemachte Klimawandel" wird als Fakt genommen und regelmäßig dürfen "Wissenschaftler" vom nicht unabhängigen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung per Kommentar ihre eigenen Arbeitsplätze sichern. Von der "Flüchtlingskrise", die ja in Wirklichkeit eine Krise der permanenten geduldeten illegalen, unkontrollierten Einwanderung ist oder der einseitig kritischen Israelberichterstattung gar nicht gesprochen. Doppelt ärgerlich wird diese stümperhafte journalistische Arbeit vor dem Hintergrund der Milliarden, die wir Zwangsgebührenzahler an die ARD abdrücken.

Von der Informationsikone zum Staatsfunk

Und so hatte ich immer mehr das Gefühl, eine Art Staats- oder Regierungsfernsehen zu verfolgen. Als Sahnehäuptchen gibt es noch die Verkündung der Lottozahlen und je nach Saison eine viel zu lange Berichterstattung über den langweiligsten Sport der Welt aka Fussball.

Meine Zeit ist mir zu schade für diese Pseudo-Informationen, die keine sind. Selbst wenn ich die Tagesschau vielleicht nur an 250 von 365 Tagen pro Jahr geschaut habe - das macht gut 63 Stunden und die kann ich mit sinnvolleren Sachen verbringen.

Jetzt ist Sendeschluss!