Samstag, 25. Februar 2017

Gehen Sie weiter - es gibt nichts zu sehen am Markt!

Februar 2017. Der DAX lungert mal wieder vor der 12000er Marke herum. Wohin wird er sich wenden? Was machen die Märkte? Soll ich noch weiter investieren oder sind die Preise zu hoch? Lieber Cash ansammeln für den nächsten Rücksetzer, der so sicher kommt, wie das Amen in der Kirche? Vielleicht sogar grundsätzlich den Börsen fern bleiben, weil ja ganz bestimmt irgendwann der nächste Crash kommt?

Viele Anleger sitzen auf Cash und warten ab

Die Unsicherheit ist offenbar groß. Hier ein paar Zitate von heute aus einer Facebook-Gruppe, die sich mit Aktien befasst:


"Ich kaufe durch die starken Kursanstiege schon länger nichts mehr."

"Hab kein Jucken, wenn an der Tanke ein Liter Diesel 1.50€ kostet. Hab genauso kein jucken, wenn der DAX bei 12.000 notiert."

"Wie unterdrückst du das jucken, nicht doch auf den Zug zu springen. Ich mach es Grad auch so ( nur Sparpläne) hab mir den Trump effektiv anders vorgestellt. Aber meine Willenskraft wird schwächer."

Wr lernen also, dass es einige Willenskraft kostet, an der Börse KEIN Geld zu verdienen.Wenn die Lage unsicher und die Zukunft nicht zu erahnen ist, dann hilft vielleicht ein Blick in die Vergangenheit. Seit Januar 2014 investieren wir regelmäßig in Aktien.  Weil ich ein ordentlicher Mensch bin, habe ich zu jedem Kauf den aktuellen Stand des DAX notiert und das ergibt dann bis heute folgendes Bild: 

Kaufzeitpunkte unserer Aktien mit jeweiligem DAX-Stand  Bild: privat
Wie wir sehen, sehen wir nichts!

2014
Eine komplette Seitwärtsbewegung. Die Käufe erfolgten zu recht ähnlichen DAX-Ständen.

2015
Ein starker Anstieg, der am Ende wieder fast am Ausgangspunkt landete.

2016
Es ging stetig bergauf, um ab November in der Trump-Rallye zu eskalieren.

Zwischen 9000 und 12000 Punkten war in den mehr als drei Jahren alles mal dabei. Es gibt nicht wirklich ein System. Der DAX ist zwar nicht DER aussagekräftigste Index aber er bildet die Märkte leidlich ab und lässt mich ein paar Lehren ziehen.
  • Der Verlauf des Marktes lässt sich nicht vorhersagen
  • Für langfristige Anleger bringt Market-Timing nichts
  • Cash aufbauen heißt Kurssteigerungen und Dividenden verschenken
Was hat man jetzt davon gehabt, wenn es einen "nicht gejuckt" hat? Gar nichts. Wer kein Wahrsager ist, für den geht es eben NICHT um die Frage, WANN er investiert, sondern nur darum, OB er investiert

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Neu im Depot Aktie Nr. 40: TICC

Damit auch im grauen Februar keine Langeweile aufkommt, investieren wir munter weiter und nehmen die vierzigste Aktie im Depot. TICC Capital Corp. ist ein klassischer BDC-Wert. Es wird in kleinere (bisher) nicht börsennotierte Firmen investiert, indem ihnen Geld für nötiges Wachstum oder Erhöhungen des Kapitalstocks etc. geliehen wird. 

Wie üblich schwört TICC hoch und heilig, dass die Investments zuvor durch das smarte Team auf Herz und Nieren geprüft wurden.


Wenn die Diversifikation schon im Investment steckt - mit BDCs ist man mittelbar in kleine, aufstrebende Firmen investiert, die häufig noch nicht selbst an der Börse notiert sind. Bild: privat



Die Dividendenrendite dürfte netto bei etwas über 10% liegen. Seit 2006 werden Dividenden bezahlt, was für eine High-Yield Aktie schon fast Aristokraten-Werte sind.

Kauf: TICC
Aktien-Typ: High Yield

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  AT&T,  Chimera Investment, Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found,  Gladstone Capital, KCAP,  Procter & Gamble, Prospect Capital, Scotiabank und Texas Instruments

Samstag, 21. Januar 2017

Neu im Depot: McDonalds

"Hey Kinder - wir fahren heute zu McDonalds!". Tosender Jubel. 

So ist es jedenfalls bei uns zu Hause. Ja, es ist ungesund. Ja, es ist teuer. Die Kinder lieben es aber. Wir gehen meistens zur 'Kinderstunde' hin, also am Sonntag ab ca. 18:00h. Da kann man dann Prägung live beobachten, denn es tummeln sich dort sehr viele Eltern mit ihrem Nachwuchs. 

Nur der Form halber merke ich an, dass es bei uns zu Hause ansonsten ausschließlich Rohkost gibt und die Kinder Nutella nur aus dem Fernsehen kennen.

Verpönt aber solide!  Bild:privat


Zur Aktie:

McDonalds erweitert unser Depot nun um den Bereich "Gastronomie", der bisher nicht vertreten war. Der 10-Jahres-Chart zeigt einen stetigen Anstieg der Aktie und das Geschäftsmodell ist solide und gut abgehangen mit immer neuen Chancen auf Wachstum. Sogar die Mega-Trends Gesundheit und Umweltschutz wurden in den letzten Jahren mit bedient (wenn auch die meisten Kunden keinen Salat bei McDonalds ordern und sich mit den Einkaufs- und Herstellungsvorgaben der Firma nicht befassen).  

Kauf: McDonalds
Aktien-Typ: BCDI

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien Altria, Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found, Gladstone Capital, GlaxoSmithKline, Imperial Tobacco, Lockheed Martin, Prospect Capital, Union Pacific und York Water

Montag, 9. Januar 2017

Business-Klodeckel der Woche #4 Ministerin Hendricks will Quote für Personalcomputer

In der FAZ von heute steht es schwarz auf weiß:

"Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in der Diskussion über den schleppenden Absatz von Personalcomputern eine Quote ins Spiel gebracht. Die PCs müssten „für Normalverdiener erschwinglich“ werden.(...)

Es sei „gut möglich, dass wir eine Quote für Personalcomputer brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren“, sagte die Ministerin der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montagausgaben). „Und das sage ich nicht als Umweltministerin, sondern als Sozialdemokratin, die die guten Arbeitsplätze in Deutschland erhalten möchte." 

Und weiter:

 "Personalcomputer sind in Deutschland nach wie vor Ladenhüter. Auch an der Kaufprämie für Personalcomputer gibt es ein halbes Jahr nach dem Start weiter kaum Interesse. Bis zum 1. Januar 2017 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lediglich 9023 Anträge auf eine Prämie gestellt. Davon waren rund 5100 Anträge für reine Personalcomputer und knapp 3900 für Laptops."

Das kommt euch unsinnig vor? Ist es auch und dazu noch falsch zitiert! Sorry, FAZ! Ersetzt bitte das Wort "Personalcomputer" durch "Elektroauto" und dann stimmt es wieder.

Der Staat will alles besser wissen.  Bild: privat


Ich bin alt genug, um mich gut an eine Welt ganz ohne Computer zu erinnern. Zuerst kamen die Großrechner bei Banken, Versicherungen usw. Später begann dann der Siegeszug der Heimcomputer und danach der PCs. Woran ich mich NICHT erinnern kann, ist eine staatliche Förderung von oder Subventionen für PCs. Offenbar gab es auch so ein Bedürfnis bei den Leuten danach und sie haben sich durchgesetzt, weil sie besser als ihre Vorgänger waren und nicht, weil der Staat ihren Kauf vorschreiben wollte.

Was treibt die SPD-Politikerin zu ihren Handlungen? Was steckt hinter den Eingriffen in den Markt, hinter der ständigen Bevormundung der Bürger? In der Kritik stand Barbara Hendricks aufgrund ihrer ideologisch motivierten Handlungen ja schon früher. Der unsinnige Dämm-Wahn wurde in den letzten Jahren immer ausufernder und interessanterweise hat Frau Hendricks ja ihr Privathaus am Niederrhein bei der Sanierung NICHT dämmen lassen

Es scheint eine Ur-Angst vor dem Markt und seinen Kräften zu sein, gepaart mit einem Misstrauen gegen den mündigen Bürger. Ich rede hier wohlgemerkt nicht vom sog. Manchester-Kapitalismus, sondern von der guten alten sozialen Marktwirtschaft.

Der Markt sorgt für gerechte Preise. Wenn man ihn lässt.

Der Markt sortiert nicht funktionierende Produkte und Ideen aus. Wenn man ihn lässt.

Der Markt optimiert Prozesse. Wenn man ihn lässt.

Von der Energiepreiswende bis zur "Euro-Rettung". Der Markt bleibt außen vor, als müsste man die Verbraucher und die beteiligten Marktteilnehmer (also z.B. Windkraftbetreiber oder Banker) vor ihm schützen.

Jetzt also soll auch der Deutschen liebstes Kind daran glauben. Eine Zwangsquote für Elektroautos wird angedacht. Viele Deutsche planen den Kauf eines Autos gewissenhafter, als den eines Eigenheims. Dass sich trotzdem fast alle gegen die Elektro-Droschken entscheiden - geschenkt! Sie wissen es halt nicht so gut, wie die SPD und Frau Hendricks. Ich persönlich glaube, dass sich am Schluss eher die Brennstoffzelle durchsetzen wird, weil sie von der Infrastruktur und den Abläufen her näher an Benzin-Fahrzeuge herankommt, aber wer bin ich schon. 

Dass der gute alte Markt das ganz alleine regeln könnte, interessiert offenbar nicht. Schon hört man auch, dass der Bund den Ausbau von Elektro-Ladestationen vorantreiben und fördern soll. Aha. War das damals bei ESSO und SHELL auch so? Waren das staatliche Tankstellen? Nein. Es waren die Ketten der Konzerne, die das Netz aufbauten und sie hatten offenbar ein finanzielles Interesse daran (Markt!!).  Der Staat hat dann bei der Benzinsteuer zugelangt aber bitte sehr.

Liebe Politiker, es nervt langsam! Ich will diesen Über-Staat nicht. 

Mehr Eigenverantwortung, weniger Ideologie - wie wäre das?



Donnerstag, 22. Dezember 2016

Kindische Investments #2

Gerade eben noch vor Weihnachten erfolgte nunmehr das zweite Kinder-Investment und der zwölfte Kauf in 2016. Tochter 2 hatte sich für Coca Cola entschieden.

Kinder interessieren sich durchaus für den Umgang mit Geld!  Bild: privat
Mit Dividendenzahlungen seit 1920 und Erhöhung der Dividende seit mehr als 50 Jahren ist Coca Cola schon fast das Klischee eines Dividendenaristokraten. Es sollte also nicht allzu viel schief gehen mit diesem Investment.

Kauf: Coca Cola
Aktien-Typ: Sonstige 

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Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  Awilco Drilling

Montag, 12. Dezember 2016

Kindische Investments #1

In einem fast zwei Jahre alten Posting habe ich mich mit dem Thema "finanzielle Erziehung" von Kindern befasst. Dieser Beitrag ist übrigens der bisher erfolgreichste des Blogs gewesen. Ich beschrieb dort u.a., dass Kinder in den Bereichen Zeit, Entfernungen und Geld lange keine eigenen sinnvollne Abschätzungen vornehmen können und dass sie sich in frühen Jahren oft total verschätzen, weil ja noch die Erfahrung in diesen Dimensionen fehlt.

Kinder werden aber älter und interessieren sich grundsätzlich für alles, was die Eltern tun. Und da wir vor den Kindern nie ein Geheimnis daraus gemacht haben, dass wir Eltern in Aktien investieren, konnten sie auch hier bereits kleine Einblicke gewinnen. Ob in den Nachrichten ein vom Flugzeugträger startender F16-Jet zu sehen war oder wir an der Supermarktkasse die Zigaretten-Packungen betrachteten, immer wieder mal gab es Gelegenheit, die eigenen Aktien ins Gespräch zu bringen.

Ein Blick auf die Auszüge der Kinder-Sparkonten (SO viel Geld und KEINE Zinsen!?) brachte dann den Entschluss, dass auch unsere Kinder Investoren werden sollen. Dass das Aktiendepot der Eltern ihnen irgendwie jetzt schon gehört, war nicht so leicht zu erklären, aber dass sie sich selber jetzt eine Aktie aussuchen dürfen, wurde sehr schnell realisiert! 


Gebt den Kindern das Finanz-Kommando!  Bild: privat


Da jedoch auch für uns Erwachsene die Auswahl schon unübersichtlich und manchmal schwierig ist, haben wir die Auswahl für die Kinder bewusst begrenzt und dabei darauf geachtet, dass die zur Wahl stehenden Aktien in ihrem Geschäftsmodell verstehbar und die Firmen den Kindern bekannt sein sollen.

Und so standen folgende Werte für Tochter 1 und Tochter 2 zur Auswahl:

Coca Cola
Starbucks
Rosenheimer
Walt Disney 

Keine Kennzahlen, kein Timing, keine tiefe Analyse - nur kindliche Intuition sollte die Sprößlinge nun leiten. 

Tochter Nr.2 hat sich zuerst entschieden und ihre Wahl fiel auf den Maschinenbaukonzern Rosenbauer mit seinen unvergleichlichen Flughafen-Feuerwehrfahrzeugen! Seit 1994 an der Börse notiert liefern und bauen die Österreicher heute alles rund um das Thema Feuerwehr - vom Helm bis zum kompletten Löschfahrzeug. 

Dies ist der elfte Kauf in diesem Jahr und wie es aussieht, werden wir die zwölf wohl auch noch voll kriegen.

Kauf: Rosenbauer
Aktien-Typ: Sonstige 

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.

Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien  Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found, Gladstone Capital, HCP, SandRidge Permian Trust, Wells Fargo, und York Water.

Mittwoch, 23. November 2016

Neu im Depot: Procter & Gamble (und nicht Caterpillar)

Vor der US-Wahl stand die Entscheidung für Caterpillar als Basisinvestment eigentlich schon fest. Der starke Kursanstieg durch die Erwartungen an ein vielleicht anstehendes nationales Konjunktur- und Infrastrukturprogramm ließ uns dann aber zögern. Vor der Wahl Trumps notierte Caterpillar unter 80 €, jetzt sind es fast 90 €. Da muss ich auch als Buy and Hold Investor schlucken.

Waschen, putzen, pflegen  Bild: privat


Und so kommt ein anderer Wert unserer Einkaufsliste zum Zuge. Dank eines Artikels von Mr. Market fiel unser Augenmerk auf Procter & Gamble. Hier gab es nach der Wahl einen ordentlichen Rücksetzer von fast 88 $ runter auf 82 $. Das sieht schon attraktiver aus! Und da wir davon ausgehen, dass die Menschen sich auch in Zukunft rasieren und den Kindern die Windeln wechseln werden, machen wir uns über die weitere Entwicklung von P&G keine Gedanken. Dazu kommt eine seit 1890 gezahlte und in den letzten 60 Jahren durchgängig erhöhte Dividende.

P.S.
Bei Durchsicht des Depots ist mir übrigens aufgefallen, dass der Spin Off Quality Care von HCP mittlerweile erfolgt ist. Wie die Jungfrau zum Kinde so kamen wir zu einer Handvoll Aktien dieser neuen Firma. Der Kurs von HCP ist parallel gefallen.

Kauf: Procter & Gamble
Aktien-Typ: Dividendenaristokrat

Dieser Blog-Eintrag stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie dar. Sämtliche Prognosen und Wertungen basieren auf der persönlichen Meinung des Autors und sind keine Anlageberatung.


Achtung: Diese Transaktion enthält reinvestierte Dividenden der Aktien AT&T, Bank of Nova Scotia, Chimera Investment, Delaware Enhanced Global Dividend & Income Found, Gladstone Capital, GlaxoSmithKline,  KCAP, Prospect Capital, Texas Instruments, und York Water