Probier's mal mit Genügsamkeit!

In Abwandlung des bekannten Gassenhauers aus einem Disneyfilm möchte ich das manchmal ausrufen. Ein guter Freund machte mir neulich ein Kompliment, dass mich fast gerührt hat. Er sagte, ich sei der genügsamste Mensch, den er kenne. Und in der Tat: ich brauche nicht viel, um zufrieden zu sein. Schicke Autos? Interessieren mich nicht. Ein Auto ist ein Haufen Metall, der mich von A nach B bringt. Es nervt mich schon, dass ich als Bewohner des ländlichen Raums zwei Benzinkutschen unterhalten muss, damit der ganzen Familie stets ein Mindestmaß an Mobilität zur Verfügung steht. Fernreisen? Pfft. Ein schickes Smartphone beeindruckt mich schon mehr. Aber selbst da genügt mir das Vor-Vorjahresmodell, solange es tut, was ich will. 

Im Kurzurlaub (längere sind eh’ nicht möglich, da wir selbständig sind) fahren wir gerne in Jugendherbergen (die sind heutzutage übrigen total schick!) oder auch schonmal zu Freunden (und die zu uns). Und zur Not reicht mir auch eine Bollerwagentour um unser heimisches Örtchen, denn auch da können die Kinder so manches erleben und werden sich später gerne an diese Qualitätszeit mit den Eltern erinnern.

Ich bin nicht geizig aber Verschwendung nervt mich einfach. Sinnvolle Investitionen? Gern, aber überflüssiger Pofel muss es bei mir nicht sein. Oft sehe ich junge, schöne Menschen in offenbar kostspieligen Autos. Ich gönne es jedem (zumal das meine KfZ-Aktien antreibt), denke aber oft: “Na, ob es SO ein großes Modell sein musste und ob der wohl schon bezahlt ist?”. Wer’s braucht - bitte schön! Aber ich persönlich lasse mein Geld lieber arbeiten als dass man es in Form von teurem Blech anstarrt. Und statt Neid ist es eher eine Mischung aus Interesse und Mitleid mit dem ich diese Leute betrachte. Wie wird wohl ihr Alter aussehen? Ich bezweifle, dass sie sich nachhaltige Gedanken dazu machen...

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