Reisebericht New York 2015 Teil 2


Mi. 01.04.2015

Empire State Building


Ein Muss - vielleicht DAS Muss für den New York Touristen! Wir wussten ungefähr, worauf wir uns einlassen, aber die Warterei hat uns trotzdem auf die Probe gestellt. Die Schlange fing schon auf dem Bürgersteig vor dem Gebäude an (auch hier wieder überall freundliche Helfer / Aufseher). Sie zog sich dann gefühlt durch mehrere Dutzend Räume und verschiedene Ebenen. Unterwegs gab es auch einen Sicherheits-Check. Zumindest konnten wir hier zum ersten Mal unseren Trumpf, den New York City Pass ausspielen. Er erlaubte bei dieser Attraktion zwar keinen VIP-Zugang, jedoch mussten wir keinerlei Eintritt zahlen. Das Wetter war bestens und darum die Aussicht mehr als beeindruckend.  


Auf dem Weg zu einem echten Highlight!


Exkurs: Schlange stehen
New York ist eine volle Stadt. So ergeben sich oft Schlangen. Vor dem Kaffeeautomaten im Hotel oder vor der Toilette im Museum. Gleichzeitig ist Platz teuer in der Stadt. Oft gibt es z.B. nur eine Toilette für alle. Standen wir also mal in der Nähe eines Eingangs oder einer Verkaufstheke so wurden wir meist nach kurzem höflich von jemandem gefragt: “Are you standing on line?” bzw. “in line” - ich war mir oft nicht sicher.


Das warten hat sich doch gelohnt - Blick vom Empire State Building



Zu jeder Tageszeit gut bewacht: die Port Authority Bus Station


Do. 02.04.2015

Bustour durch Manhattan


Nächster Tag - nächstes Highlight. Wieder bei bestem Wetter ging es auf die Hop-On-Hop-Off Bustour durch Manhattan. Das sind diese oben offenen Busse, die bei gutem Wetter wirklich Spaß machen. Besonderer Luxus: wir wurden von dem Bus vor dem Hotel abgeholt und Abends wieder dorthin zurückgebracht.


Circle-Line - einfach rauf- und runterhoppen!


Start war wieder in Midtown und ging es einmal hinunter bis zum Financial District und über die Ostseite Manhattans zurück zum Ausgangspunkt am Bryant Park. Ausgestiegen sind wir an der High Line und ganz im Süden an der Wall Street. Am berühmten Bullen war es sehr voll, aber wir konnten trotzdem ein paar Fotos machen.


Es war fast wie in einem Rausch


Eine Station: das Flatiron Building


Besonderheit am Ende des Tages: als wir im Büro der New York Touristik warteten, bemerkten wir, dass es genau gegenüber des berühmten Fire Departments “Pride of Midtown” gelegen ist. Uns war schon während der Bustour aufgefallen, dass die New Yorker Feuerwehrleute ihrem Job mit großem Stolz nachgehen. An vielen Feuerwehrwagen hängen hinten die US-Flagge sowie die Flagge des jeweiligen Zugs. Ein echter Gänsehautmoment, wenn die dann mit Sirene und Blaulicht durch den Verkehr pflügen, was irgendwie dauernd geschieht…


Das Fire Department “Pride of Midtown”


Midtown: immer Betrieb!



Nach einem tollen Tag bringt uns der Circle Line Bus wieder zum Hotel zurück.


Exkurs: Geld
Nachdem mir die örtliche Sparkasse eine Woche vor der Reise meine Dollars ausgehändigt hatte, sah ich mich im Geiste schon auf der Motorhaube eines NYPD-Wagens hängen, während hinten die Handschellen klicken. Hatte man uns doch einen Beutel von absolut neuen, druckfrischen, DURCHNUMMERIERTEN Scheinen besorgt. Äußerst verdächtig… Es handelte sich um Scheine im Nennwert von 1,5, 10 und 50 Dollar. Für den Europäer erstmal ungewohnt: alle scheine erscheinen gleich groß und gleich gefärbt. Eigentlich ist erst der 100 Dollar Schein merklich größer (lt. Wikipedia). Beim bezahlen wurde jedoch schon der 50er nicht überall angenommen. Die zweite ungewohnte Sache (wenn auch hinlänglich bekannt): es gibt einen 1 Dollar Schein!!! Das führt u.a. dazu, dass in den Kassen der Geschäfte das Fach mit diesen Scheinen immer übervoll ist. Ich habe die niedrigen Noten (1, 5 und 10 Dollar) nie auseinanderhalten können, was mich beim bezahlen zur Niete und zum Hindernis machte. Mit den Münzen habe ich es erst gar nicht versucht. Meine Frau jedoch hat sie den Leuten mit stoischer Ruhe auf den Tresen gezählt. Ein weiteres Mysterium für uns ist die sagenumwobene 1 Dollar Münze. Gibt es sie wirklich? Wir haben sie nie zu Gesicht bekommen und fragten uns schließlich, ob sie sowas ist wie die 10 EURO Münze - es gibt sie, aber sie ist kein übliches Zahlungsmittel. WENN es sie als übliches Zahlungsmittel gibt, dann fände ich das zumindest gewöhnungsbedürftig.

Auf das Thema Trinkgeld hatten wir uns so gut wie möglich vorbereitet. Wir ließen jeden Tag ein paar Dollar auf dem Bett für das Zimmermädchen liegen. Beim Fahrer des Shuttle-Busses vom Hotel waren wir uns schon unsicher. Kriegt er für den kostenlosen Service Trinkgeld? Bei der Zahlung im Restaurant hat es wohl immer geklappt. Wir haben 15% bis 20% gegeben bzw. den höheren Betrag, wenn es bereits fertig vorgerechnet wurde.

Nicht wirklich gewöhnen konnten (und wollten) wir uns an das ‘pushen’ der Bezahlung, wenn man mit dem essen fertig ist. Wenn wir keinen weiteren Wunsch hatten, kam oft sofort und ungefragt die Rechnung. Und das, obwohl wir nie in einem wirklich vollen oder ausgebuchten Lokal waren. Landeskundlich Bewanderte mögen uns bitte erklären, was dahintersteckt.

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Auch hier: immer Schutz durch die Polizei!



Der Times Square - wer keine Menschenmengen scheut, schaut ihn sich an.

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