Depot-Zyklen Teil 1

Alles hat einen Anfang. So auch das Projekt Aktiensparen mit seinem entsprechenden Depot. Und gerade zu Beginn kann es auch Durststrecken geben. Das Depot ist noch mickrig klein oder bringt wegen einer marktbedingten Schwächephase nicht die gewünschte Performance. Gepaart mit Unerfahrenheit oder Ungeduld könnte es sogar dazu kommen, dass der Sparer sein Projekt wieder aufgibt. Doch gerade am Anfang heißt es durchhalten, denn die Erfolge kommen mit der Zeit und die Abläufe werden überall ähnlich sein.

Hier also meine zweiteilige Miniserie über die Depot-Zyklen. Als erstes kommt - na klar -die Startphase! Jemand (in unserem Fall meine Frau und ich) entscheidet sich für die Anlage in Aktien (es könnten natürlich grundsätzlich auch Fonds bzw ETFs sein) und fängt einfach mal an. Falls noch nicht vorhanden, sucht man sich eine Direktbank als Depotstandort und Broker aus. Üblicherweise hat man dann ein Depot(konto) und daran hängend ein Girokonto auf das man Geld einzahlt für die Transaktionen. Auf diesem Girokonto wiederum landen später auch die Dividenen - quasi der Rückwärtsgang. Fast alle Direktbanken bieten hier auch Fest- bzw. Tagesgeldkonten an. Das ist ja für viele (auch für uns) der Parkplatz für den Cash-Anteil des Depots.

Bescheiden sieht es noch aus - doch jetzt heißt es weitermachen und regelmäßig, möglichst monatlich oder quartalsweise sparen.

Die Startphase - durchhalten! Bild: privat


In der Ausbauphase sammelt man weitere Erfahrungen, spart regelmäßig und mit den ersten Dividendeneingängen stellt sich auch der gewünschte Erfolg ein. Die Dividenden werden (möglichst komplett) reinvestiert, auch wenn der absolute Betrag noch recht klein sein dürfte. Ich halte es trotzdem psychologisch für sehr wichtig, die Dividenden zu reinvestieren und kann mich noch gut an die Freude erinnern, statt x Aktien z.B. x + 3 Aktien kaufen zu können, weil eben ein Teil des Kaufpreises durch die Dividenden 'umsonst' war. Ein tolles Gefühl!

Ausbauphase - Abläufe werden zur Routine  Bild: privat


In der Wachstumsphase tut man das gleiche wie in der Ausbauphase, nur dass sich hier Lebensumstände ändern können. Die einen beginnen oder beenden ein Studium, die anderen starten im Beruf durch, heiraten oder bekommen Kinder. Wichtig ist es - ihr ratet es - einfach weiterzumachen. Die Dividenden werden vom Rinnsal langsam zum Fluss und vielleicht ist schon bald ein monatlicher Dividendeneingang so hoch wie sonst die übliche Sparrate war!

Wachstumsphase - "Lebbe geht weida" sagte mal ein Fussballtrainer   Bild: privat


Gibt es bei euch große Unterschiede zu unserem Modell? In welcher Phase seid ihr? Ich bin gespannt und in den nächsten Tagen folgt hier der zweite Teil!

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