Lektion in (finanzieller) Demut: wir säen einen Mammutbaum

Gestern habe ich mit meinen Töchtern Mammutbäume gesät. Eigentlich säen und pflanzen wir dauernd was - von Sonnenblumen bis Kartoffeln, von Eichen bis zum Senf. Oft hat es geklappt und diesmal drücke ich uns besonders die Daumen.

Da die Riesenmammutbäume bis zu 3000 Jahre alt, über 80 Meter hoch und gut 1500 Tonnen schwer werden können (unser Garten dürfte da an seine Grenzen stoßen - im wahrsten Sinne des Wortes), ist es besonders faszinierend, wie klein die Samenkörner sind.

So klein nämlich:

Faszinierend: das winzige Samenkorn des Mammutbaums. Bild: privat 



Wir haben alles nach 'Anleitung' gemacht und jetzt heißt es warten.

Beim werkeln musste ich gelegentlich an Analogien zur Geldanlage denken. Bei der Lebensdauer und den später eintretenden Dimensionen der Bäume dachte ich daran, dass das anfangen an sich schon wichtig ist. Nicht morgen, nicht erst, wenn irgendwelche sonstigen Rahmenbedingungen stimmen. Jetzt. Sofort.

Ein anderer Gedanke war, sich selber nicht so wichtig zu nehmen, im Angesicht des 'Projekts'. Was ist ein Menschenleben angesichts dieser Bäume? Und auch wir betrachten unser Depot ja als Familiendepot, das immer weitergereicht werden soll. Wir setzen nur den Startpunkt und hoffen, dass es später auch ohne uns gedeiht. Es ist kein Topf, den man auffüllt und nachher wieder leert.

Auch Standhaftigkeit und Solidität ist wichtig. Bei der Google-Bildsuche findet man nie umgeknickte Mammutbäume - allenfalls mal einen, dessen Spitze abgebrochen waagerecht vom Baum absteht. Auch die Depots und sonstigen Anlagen sollten möglichst stabil und wetterfest sein, damit sie viele Jahre überstehen.

So - jetzt genug der Vergleiche. Man soll es nicht überstrapazieren. Gerne werde ich ein Update veröffentlichen, wenn sich bei den Sämereien was tut. Das kann ein paar Wochen dauern aber was ist das schon an Zeit...

Kommentare

  1. Ich finde den Vergleich durchaus passend. Ihr habt den Vorteil, dass ihr den Topf weiterreichen könnt. Sollten die Töchter ein Händchen fürs Aktiengärtnern mitbekommen, können sogar eure Enkel wiederum davon profitieren. Bei mir kriegt in einigen Jahren alles der Staat.....

    Alexander
    www.rente-mit-dividende.de

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